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Nachtwächtergottesdienst vom Freitag, 27. Juni um 21.30 Uhr

Zum 10-jährigen Jubiläum der Bischofszeller Nachtwächter- und Türmerzunft findet
in der Stiftskirche St. Pelagius ein Nachtwächter-Gottesdienst. 45 Nachtwächter und Türmer aus Deutschland, Holland, Dänemark, Oesterreich, Polen und der Schweiz werden diesen Gottesdienst zusammen Pfarrer Christoph Baumgartner, Pfarrer Paul Wellauer und dem Kirchenchor St. Pelagius mit Paul Steiner gestalten. Die Orgel bediente Willi Rüegge.   

Nachtwächter-Gottesdienst um 21.30 Uhr in der Stiftskirche
- 21.25 Uhr - Einläuten durch die grösste Glocke
- 21.30 Uhr - Lichter löschen in der Kirche und Einzug
                   (Kirche nur durch Nachtwächterlaternen beleuchtet)
                 - Stundenruf gesungen von den Bischofszeller Nachtwächtern und Türmern
                 - Refrain-Antwort durch den Kirchenchor
                 - Fürbitten in fünf Sprachen
                 - Stunderuf der Nachtwächter zusammen mit Kirchenchor
                 - Musikalische Umrahmung des Gottesdienstes durch die Nachtwächter
                 - Europäische Nachtwächter-Hymne zum Abschluss

                 Musikalische Umrahmung mit:
                 - Bischofszeller Türmer
                 - Gundelfinger Nachtwächter-Quartett
                 - Oehringer Türmer-Duo
                 - Türmer von Meersburg
                 - Beleker Nachtwächter
                 - De Beeker Clappermen
                 - Kirchenchor St. Pelagius
                   unter der Leitung von Paul Steiner
                 - Franziskanerpater Christoph Baumgartner, kath. Pfarrer in Bischofszell 
                 - Paul Wellauer, evang. Pfarrer in Bischofszell

                 - Anschliessend Auszug und Nachtwächterrundgang in zwei Gruppen

                
                   Achtung!
             
      Erfahrungsgemäss ist mit einem grossen Besucheraufmarsch zu rechnen.
                   Es lohnt rechtzeitig einen Platz einzunehmen. Die ersten fünf Sitzreihen
                   im Mittelschiff sind für die Nachtwächter und Behörden reserviert.



Wenn in Bischofszell die Lichter angehen, dann ist es Zeit für den örtlichen Nachtwächter für die Sichterheit der Bürger sowie für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Dann ertönt wie in alten Tagen:

Hört Ihr Leut und lasst Euch sagen, unsere Glock hat Zehn geschlagen. Die Zehn Gebote schärft Gott, lasset uns gehorsam sein!



Wer ist die Bischofszeller Nachtwächter- und Türmerzunft?
1940 war zum letzten Mal in den Bischofszeller Gassen der Nachtwächter auf seinem Rundgang anzutreffen. Danach wurde seine Aufgabe auf die Feuerwehr und  den Stadtpolizisten aufgeteilt. Die Feuerwehr und die Polizei haben seither die zeitgemässe Ueberwachung der barocken Stadt   im Oberthurgau übernommen. Eine Persönlichkeit ist damit aus dem nächtlichen Bischofszell verschwunden, die über Jahrhunderte ein waches Auge über die Stadt hielt und durch seinen Ruf einerseits ein Gefühl von Sicherheit ausstrahlte und andererseits zum täglichen Leben der Stadt gehört. Hoch oben im Bogenturm versahen die Türmer oder Turmwächter ihre Dienste. Die Türmer oder auch Stadttrompeter genannt, weil sie mit ihren Instrumenten bei Anlässen der Stadt aufzuspielen hatten, trugen seit Jahrhunderten die Farben der Stadt, also gelb/rot.
     

Gründung der einzigen Nachtwächterzunft in der Schweiz
Anlässlich der Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche kam es am 29. Juni 2004 zur Gründung der Nachtwächter- und Türmerzunft. 20 Nachtwächter- und Türmer aus  ganz Europa wohnten diesem einmaligen Ereignis bei. Der Gründungsakt wurde von  rund 1000 Zuschauern vor dem barocken Rathaus aufmerksam verfolgt. Die Bischofs-zeller Nachtwächter- und Türmerzunft ist die erste und bisher einzige dieser Art in der Schweiz. Ihr gehören 5 Nachtwächter und 2 Türmer an, versehen mit den Zusatzaufgaben: Zunftmeister, Säckelmeister, Zunftschreiber und 1. Nachtwächter.     

Zunftstube im Bogenturm
Ueber Jahrhunderte bewohnten die Nachtwächter und Türmer den Bogenturm, dem einzig übrig gebliebenen Stadttor. Als Raum für ihre Zunftsitzungen dient eine eigens eingerichtete Zunftstube, mit einer Schiessscharte als einzige Oeffnung nach aussen. Ein ovaler Tisch und acht alte Zunftstühle gehören zur Ausstattung der Zunftstube. Offiziell ist die Zunftstube der Oeffentlichkeit nicht zugänglich, eine Ausnahme bilden die Freunde "Bischofszeller Nachtwächter- und Türmer". Sie werden vorgängig zu einem Rundgang in der Zunftstube zu einem Glas Nachtwächterwein eingeladen.


Rundgang-Reservationen bei Zunftmeister Bernhard Bischof, Tel. 071 422 35 22
www.nachtwaechter.ch,
nachtwaechter.bischofszell@bluewin.ch